Vitamin A (Retinol)
Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kommt ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Damit es optimal aufgenommen werden kann, ist eine ausreichende Fett- und Eiweißzufuhr notwendig.
Funktionen von Vitamin A
- Unterstützt die Zellteilung, -erneuerung und -kommunikation (Anti-Aging-Effekt).
- Wichtigstes Vitamin für Haut und Schleimhäute.
- Stärkt das Immunsystem: erhöht Anzahl und Aktivität der weißen Blutkörperchen, fördert die Bildung von Antikörpern, schützt vor Lungenentzündung.
- Beteiligt an der Stabilität der Nervenzellen im Gehirn, Rückenmark und den peripheren Nerven.
- Unverzichtbar für den Sehvorgang: Farbsehen, Hell-Dunkel-Anpassung, Dämmerungs- und Nachtsehen.
- Schützt vor Atemwegserkrankungen und Entzündungen der Atemwege.
- Reguliert die Schilddrüsenfunktion und ist bei Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten zwingend erforderlich.
- Verhindert Entzündungen des Magen-Darm-Trakts (z. B. Magengeschwür, Morbus Crohn, Sprue).
- Wichtig für Knochen, Zähne und Zahnfleisch sowie für die Heilung von Brüchen.
- Schützt vor Nierensteinen.
- Spielt eine zentrale Rolle bei der Produktion von Testosteron und Östrogen → wichtig für Fruchtbarkeit und eine gesunde Schwangerschaft.
- Schützt vor bestimmten Krebsarten (Brust-, Darm- und Prostatakrebs).
- Unterstützt die Regeneration nach Operationen oder schweren Erkrankungen.
Risikogruppen für Vitamin-A-Mangel
- Berufsfahrer, Vielseher, Bildschirmarbeiter → erhöhter Bedarf durch Augenbelastung.
- Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen: z. B. Antazida, Antiepileptika, Barbiturate, Colchicin, Colestyramin, Orlistat, Zytostatika u. a.
- Zinkmangel und übermäßiger Alkoholkonsum verschlechtern die Aufnahme.
- Ungünstige Fette: doppelt ungesättigte Fettsäuren (z. B. Distel- oder Sonnenblumenöl) zerstören Vitamin A.

